Damals an der Wohlenberger Wiek


Campingplatz Bilder seit damals in den 60er Jahren


Habt Ihr weitere Fotos von damals aus der Jugend oder von Euren Eltern? Sollte der Campingplatz auf diesen erkennbar sein, so würden wir uns über ein Bild sehr freuen. Auch weitere Informationen zur Geschichte sind für uns sehr interessant.

Ihr wart damals schon bei uns? Erzählt uns davon!

Hier erfährst Du, was sich alles geändert hat oder komme einfach vorbei und buche Deinen Platz. Darüber würden wir uns sehr freuen.

Historische Entwicklung und Geschichte von damals bis heute

Das Gebiet  an der Wohlenberger Wiek war schon in vorgeschichtlicher Zeit von Menschen besiedelt, wie es die bronzezeitlichen Hügelgräber bei Wohlenhagen beweisen. Der vermutlich slavische Burgwall im benachbarten Wohlenberg zeigt, daß dieses Gebiet in der slavischen Siedlungsperiode ebenfalls bewohnt war.

Ab dem 12 Jahrhundert

Wie die meisten Orte im nordwestlichen Mecklenburg entstanden die Dörfer (…) im Zuge der deutschen Ostkolonisation zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Groß Walmstorf wird als Walmanstorp im Ratzeburger Zehntenregister von 1230 genannt. Ebenso auch Niendorf, welches um 1230 Nova Villa und um 1299 Nyndorpe genannt wird. (…)

Die zur Besiedlung Mecklenburgs im westlichen Deutschland angeworbenen Bauern waren persönlich frei. Ihre ursprünglich gute rechtliche Stellung änderte sich jedoch in den folgenden Jahrhunderten, je mehr die Ritterschaft an Macht und Einfluß gewann. Seit dem 16. Jh. erweiterten die Ritter ihren zunächst bescheidenen Grundbesitz und gingen zur Gutswirtschaft über. Nach Einführung der Leibeigenschaft im 17. Jh. waren die Bauern persönlich wie wirtschaftlich unfrei und konnten von Ihren Höfen vertrieben werden. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden in dem weithin entvölkerten Land zunächst die wüst liegenden Bauernstellen den Gütern zugeschlagen. Danach wurden ganze Bauerndörfer gelegt und dem Gutsbesitz einverleibt.

Fischerei rund um die Wohlenberger Wiek

Die Fischereirechte von Wismar erstreckten sich seit dem Mittelalter bis in die Boltenhagener und Wohlenberger Wiek, sowie auf die Golwitz, den Breitling und biS Wustrow, während den Bewohnern der Stranddöder nur das Fischen vom Strand aus oder mit Standnetzen zugestanden war. Darum hatte es immer wieder Streitigkeiten gegeben.

Seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts entwickelte sich auf Poel die Fischerei zu einem selbständigen Erwerbszweig, der besonders von jüngeren Bauernsöhnen ganzjährig ausgeübt wurde. Gleiches geschah in anderen Stranddörfern. So wurde schließlich 1897 die Regelung getroffen, daß die Bucht in Reviere eingeteilt wurde, deren Befischung zwischen den Fischern Wis- mars, Poels und der übrigen Stranddörfer bis Alt Gaarz wechselte. Von der Nutzung der beiden kleinen lnseln, die es im Mittelalter noch in der Bucht gab, der Lieps und dem Holm = Walfisch, als Pferdeweide des Rates, konnte keine Rede mehr sein.

Ab dem 19. Jahrhundert

Unter den Dörfern der heutigen Gemeinde Groß Walmstorf blieben in Wahrstorf und in Wohlenhagen neben den Gütern mehrere Bauernhöfe bestehen. Groß Walmstorf mit dem Vorwerk Niendorf entwickelte sich zu einem reinen Gut und gelangte in den Besitz der Lüneburger Ritterschaft. Bis zum Ende des 19. Jh. gab es noch das Gut Kl. Walinstorf. Dessen Feldmark wurde danach Gr. Walmstorf angegliedert.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wird Groß Walmstorf als ein Gut mit Schule, Schmiede und 112 Einwohnern beschrieben. Niendorf war eine Meierei von Groß Walmstorf mit 74 Einwohnern. (…)

Es gab Pläne, am Südende der Wohlenberger Wiek einen Kriegshafen für eine Flotte des Deutschen Bundes zu bauen (HARKORT, 1864). Dieser wurde jedoch nie realisiert.

Bis nach dem 2. Weltkrieg änderte sich abgesehen von der Auflösung des Gutes Klein Walmstorf an der Siedlungsstruktur nur wenig. In der Zeit vor der Jahrhundertwende wurde das Gebiet durch Landstrassen erschlossen (Grevesmühlen-Hohenkirchen 1890 Wismar-Klütz 1897) und um 1920 erfolgte der Anschluß an das Elektrizitätsnetz.

Nach dem 2. Weltkrieg

Ein bedeutender Einschnitt in die Entwicklung der Dörfer war die nach dem 2. Weltkrieg unter Besatzungsrecht durchgeführte Enteignung des Landbesitzes über 100 ha. Das Gut Groß Walmstorf wurde zunächst zum Landesgut und um 1950 zum volkseigenen Gut erklärt. In den übrigen drei Dörfern wurden die Güter im Zuge der Bodenreform aufgesiedelt und eine große Zahl von Kleinbauerstellen geschaffen.

Die Bevölkerung in den vier Orten der heutigen Gemeinde war durch den Zustrom von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen aus dem Osten von 397 Einwohner um 1935 auf 1063 Einwohner im Jahre 1946 angestiegen.
In Groß Walmstorf blieb die bauliche Struktur des Ortes weitgehend erhalten, da hier das Gut nicht aufgesiedelt wurde. Entlang der Dorfstraße entstanden eine Reihe von Doppelhäusern und später ein dreigeschossiger Wohnblock am nördlichen Ortsrand. Die Wirtschaftsanlagen des Gutes wurden durch Stallgebäude und Werkstätten erweitert. In den übrigen drei Dörfern veränderte sich das Ortsbild nach der Aufteilung durch den Bau von kleinen Neubauerngehöften und den Abbruch von Wirtschaftsgebäuden der ehemaligen Güter erheblich.

Damals in den 60er Jahren

Im Zuge der Kollektivierung der Landwirtschaft und der Schaffung von neuen Großbetrieben entstanden zunächst mehrere LPGen, die nach 1960 zu einem Betrieb zusammengeschlossen und später an die LPG Warnow sowie VEG Gr. Walmstorf angegliedert wurden.

Das kleine Dorf Niendorf gehörte zur Gemeinde Groß Walmstorf im Kreis Grevesmühlen des Bezirks Rostock.

Das Zelten, später Camping genannt, kam auch im- mer mehr in Aufnahme, besonders bei Urlaubern, die keine Plätze in Heimen oder in anderen Unterkünften bekamen, oder die eben diese Art des Urlaubs vorzogen. Sie mußten sich aber an strenge Regeln halten, durften nur auf den staatlich eingerichteten Zeltplätzen ihre Zelte oder Wohnwagen aufstellen, denn das Ufer der Bucht gehöfte zum Grenzgebiet und wurde streng überwacht. ln Boltenhagen Tarnewitz und auf Poel waren Truppen der Grenzbrigade Küste stationiert, ebenso im Raum Rerik. Solche Zeltplätze (mit Kapazitäten z. T. über 1.500 Personen) entstanden in Niendorf, an der Wohlenberger Wieck, bei Zierow, bei Timmendorf, auf dem Boiensdorfer Werder, bei Pepelow, bei Tesmannsdorf und bei Rerik. Häufig richteten sich auf ihnen auch sog. Dauercamper ein. Dieser Trend ist in den letzten Jahren stark rückläufig.

Seit dem Ende der 60er Jahre erlangte der Fremdenverkehr eine zunehmende Bedeutung in der Gemeinde. An der einmaligen Wohlenberger Wiek wurde 1968 der „Campingplatz Niendorfer Weg“ errichtet. Nur hier ist das Wasser aufgrund der geringen Tiefe immer 2° wärmer als an anderen Sandstränden der Ostsee. Der Platz hatte bis 1985 eine Kapazität von 1500 und ab 1986 von ca. 500 Personen. In Wohlenhagen und in Niendorf entstanden mehrere betriebseigene Erholungseinrichtungen.

Mit der zunehmenden Motorisierung entwickelte sich die Wohlenberger Wiek zu einem bedeutenden Naherholungsgebiet für Touristen aus einem weiten Umkreis. In diesem Zusammenhang wurde 1972 die neue Strandstraße zwischen Wahrstorf und Niendorf gebaut.

Die Grenzbrigade Küste durfte nichts dem Zufall überlassen. Über die Jahre wurde ein fast perfektes Kontrollsystem aufgebaut. Große Wachtürme, Beobachtungsposten am Strand und eine mobile Scheinwerferbesatzung. Abends wurde das Wasser abgeleuchtet. Die Scheinwerfer hatten eine Reichweite von bis zu drei Kilometern. Das Meer kannte über Jahrzehnte keine Dunkelheit. Im Sommer waren die Beobachtungsposten auf den Wachtürmen sehr beliebt. Bikini-Gucken bei der Arbeit. Trotzdem entwickelte sich auch eine Freikörperkultur. Es gibt schlimmere Jobs. Aber im Winter waren die Streifgänge ganz schön hart. Von der Ostsee wehte ein eisiger Wind. Die acht Stunden Patrouille wurden zur Qual.

Bis 1990 bestehende Ferieneinrichtungen der FDGB in Niendorf und Wohlenhagen hatten eine bis zu 200 Betten. In zwei Ferienlagern gab weiter 150 Plätze für Kinder. Außerdem gab es in der Gemeinde etwa 62 privat vermietete Betten. Diese Kapazitäten waren zur Zeit der touristischen Abgeschlossenheit der DDR in der Saison voll belegt. Den künftigen Anforderungen können sie jedoch überwiegend in qualitativer Hinsicht nicht genügen. Der Umbau ist auch heute noch nicht abgeschlossen.

Nach der Wiedervereinigung wurde der Zeltplatz umbenannt in „Campingplatz Niendorf“ in der Strandstraße 21 und von der Familie Ehrlich weitergeführt. Aus den bis dahin selbstständigen Gemeinden Groß Walmstorf und Gramkow wurde die Gemeinde Hohenkirchen 2005 gebildet. Sie wird vom Amt Klützer Winkel mit Sitz in der Stadt Klütz verwaltet. Hier eine Liste der lokalen Baudenkmale.

Die Wohlenberger Wiek ist mit ihrem flachen Strand und den bei Ebbe trocken fallenden Sandbänken besonders geeignet für Familien mit Kindern und Wasser-Wanderern. Die 1m Tiefenlinie liegt etwa 100-200m vom Ufer entfernt, so dass das flache Wasser bei Sonnneneinstrahlung sehr schnell erwärmt. Durch Ihre Lage ist die Bucht gut geschützt vor häufigen Südwest- und Westwinden. Das flache Wasser bietet vielen Wasservögeln ein breites Nachrungsangebot. Durch eine Verlagerung der L01 aus dem unmittelbaren Strandbereich in das Hinterland könnte die Attraktivität der Wohlenberger Wiek wesentlich verbessert werden und das Hinterland touristisch weiter erschlossen werden, um Arbeitsplätze zu schaffen.

Für Tagesbesucher gibt es viele Parkplätze, welche kostenpflichtig durch die Gemeinde betrieben werden.

Seit 1.1.2020 wird der Campingplatz als ostseequelle.camp von Alexander Ehrlich geführt. Er wird von seinem Team und der ganzen Familie tatkräftig unterstützt.

Denkmale (Wikipedia)

In der Gemeinde stehen als vor- und frühgeschichtliche Bodendenkmale drei Hügelgräber in Wohlenhagen und eine mittelalterliche befestigte Hofanlage im Schmiedewald bei Groß Walmstorf unter Schutz. (…) Als Baudenkmale sind vier massive Gutsarbeiterkaten des ehemaligen ritterschaftlichen Gutes Groß Walmstorf unter Denkmalschutz gestellt.

Weitere ortsbildprägende Gebäude, die bisher nicht, als Denkmale eingestuft waren, sollten unbedingt in ihrer äußeren Gestalt erhalten werden. Als Beispiele werden hier das Herrenhaus in Groß Walmstorf und der anschließende kleine Park mit wertvollem Baumbestand sowie die Reste der Gutshofanlage in Wohlenhagen mit dem Wohnhaus, dem zweigeschossigen Speicher und der großen Scheune genannt.

Quellen

Mehr über die Gemeinde Hohenkirchen heute:

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